Europäischer Markt für Aluminium-Profilsysteme zeigt kurzfristige Schwäche und mittelfristiges Erholungspotenzial

Daryna Tschaban 23 января 2026 г. в 08:32

Der europäische Markt für Aluminium-Profilsysteme befindet sich im Rückgang, erwartet jedoch ab 2025 eine Erholung, berichtet InterConnection Consulting in einer neuen Studie für sechs europäische Länder — Italien, Frankreich, Deutschland, das Vereinigte Königreich, Spanien und Polen.

Die Analysten stellen fest, dass der Markt nach einem Anstieg auf rund 518 Tsd. Tonnen im Jahr 2023 im Jahr 2024 um 4,4% auf 495 Tsd. Tonnen zurückging. Im Jahr 2025 wird sich der Rückgang fortsetzen, wobei die Mengen aufgrund der Verlangsamung der Bautätigkeit, der Inflation und hoher Finanzierungskosten um weitere 1,8% auf rund 486 Tsd. Tonnen sinken werden.

Wertmäßig schrumpfte der Markt von 3,3 Mrd. Euro im Jahr 2023 auf 3,1 Mrd. Euro im Jahr 2024. Bereits für 2025 prognostiziert die Studie eine Rückkehr zum Wachstum, wobei das durchschnittliche jährliche Wachstum in den Jahren 2025–2028 bei 7,0% liegen und das Marktpotenzial im Jahr 2028 fast 3,9 Mrd. Euro erreichen soll.

Spanien zeigt kurzfristig die beste Dynamik dank eines aktiveren Bausektors. Die Länder Südeuropas werden schneller wachsen als der europäische Durchschnitt. Deutschland sowie das Vereinigte Königreich und Frankreich waren dagegen stärker vom Abschwung betroffen, werden jedoch ab 2025 die Erholungsphase mittragen.

Deutschland steht für rund 23,1% des gesamten Aluminiumprofilvolumens in den sechs führenden europäischen Ländern. Wertmäßig wird dieser Markt in den Jahren 2025–2028 die höchsten Wachstumsraten aufweisen, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8,1%.

Nach Produkten bleiben Fenstersysteme das größte Segment und werden 2025 rund 40% der Mengen ausmachen. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage aufgrund der schwachen Wohnbautätigkeit. Türen und Schiebesysteme verzeichnen ebenfalls einen leichten Rückgang.

Fassadensysteme haben sich während des Abschwungs als am widerstandsfähigsten erwiesen und werden ab 2025 die Erholung anführen. In den Jahren 2025–2028 werden ihre Mengen dank Projekten im Nichtwohnungsbau und der Gebäudemodernisierung im Durchschnitt um 4,2% pro Jahr wachsen.

Auf der Nachfrageseite bleibt das Wohnsegment am anfälligsten und wird in den Jahren 2024–2025 um weitere 2,7% schrumpfen. Der Nichtwohnungsbau zeigt hingegen eine höhere Widerstandsfähigkeit und wird mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 4,5% in den Jahren 2025–2028 zum wichtigsten Wachstumstreiber.

Die Renovierung dominiert derzeit, insbesondere in Südeuropa, doch ab der Mitte des Jahrzehnts wird der Neubau in den Vordergrund treten. Für dieses Segment prognostiziert die Studie die höchsten Wachstumsraten — rund 6,0% pro Jahr in den Jahren 2025–2028.

Mehr zu globalen Trends: Der weltweite Aluminiummarkt wird bis 2032 jährlich um 6,2% wachsen, wobei das Bauwesen eine besondere Rolle spielen wird.

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