Die WEINIG Group wird innerhalb von zwei Jahren rund 400 Arbeitsplätze optimieren, vor allem an Standorten in Deutschland, teilt die Michael Weinig AG mit. Der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen begründet diesen Schritt mit der anhaltenden Instabilität der Weltwirtschaft sowie einem schwächeren Auftragseingang als erwartet.
Geopolitische Faktoren belasten den Markt weiterhin. Dazu zählen die Handelspolitik der USA, der Konflikt zwischen den USA und China sowie der Krieg in der Ukraine. Infolgedessen verschieben viele Unternehmen Investitionen, was sich negativ auf den Maschinenbau und die Holzverarbeitungsindustrie auswirkt.
In den vergangenen Jahren entwickelte sich WEINIG besser als der Branchendurchschnitt. Gleichzeitig entspricht die aktuelle Auftragsdynamik nicht den Planungen des Unternehmens. Das Management ist der Auffassung, dass die globalen Kosten an die neuen Marktbedingungen angepasst werden müssen.
Das Unternehmen wird das Programm Transformation 2027 starten, das weltweit umgesetzt wird. Es sieht die Optimierung von Prozessen sowie die Anpassung der Produktionskapazitäten an Nachfrageschwankungen vor.
Die wesentlichen strukturellen Veränderungen werden insbesondere die deutschen Standorte betreffen. WEINIG betont seine soziale Verantwortung und plant, die Maßnahmen unter Berücksichtigung der Interessen der Beschäftigten umzusetzen.
Das Unternehmen erwartet, dass die Kostenoptimierung dazu beitragen wird, die Auswirkungen von Krisen zu reduzieren und sich auf Wachstum nach einer wirtschaftlichen Erholung vorzubereiten. Über weitere Schritte wird WEINIG zunächst die Mitarbeitenden und anschließend die Öffentlichkeit informieren.
Der Zustand der Branche bleibt der Rahmen für die Entscheidungen der Hersteller: Der deutsche Fenstermarkt wird im Jahr 2025 um 1,2 % schrumpfen.