VELUX hat die regionalen Gewinner des internationalen Architekturwettbewerbs Light of Tomorrow 2026 bekannt gegeben. Unter den acht Gewinnern befindet sich auch ein Projekt einer Studentin der Nationalen Akademie der Bildenden Künste und Architektur (NAOMA) aus der Ukraine.
Die studentische Arbeit von Polina Riabtseva mit dem Titel Filtered Light gewann in der Region „Mittel- und Osteuropa sowie Naher Osten“. Wissenschaftlicher Betreuer war Orest Hirnyi.
Das Projekt präsentiert ein Konzept für eine Kinderbibliothek, in der Tageslicht zum zentralen architektonischen Element wird. Im Mittelpunkt des Gebäudes befindet sich ein offenes Atrium mit einem runden Dachfenster. Dadurch fällt natürliches Licht senkrecht nach unten und schafft den hellsten Bereich — einen Ort für aktive Tätigkeiten und gemeinsames Lernen.
Über dem Atrium befindet sich ein radiales Lamellensystem. Es reguliert Intensität und Richtung des Lichts und verwandelt direktes Sonnenlicht in einen weichen diffusen Lichtstrom. Näher zum Zentrum gibt es mehr Licht und Aktivität. Näher an den Wänden entstehen ruhigere Bereiche zum Lesen und konzentrierten Arbeiten. Dieses Prinzip organisiert den Raum ohne physische Trennwände.
Im Laufe des Tages bewegen sich die Schatten der Lamellen und schaffen eine wechselnde Atmosphäre. Das Interieur ist in warmen natürlichen Farbtönen mit hellem Holz gestaltet — die Materialien verstärken das Gefühl von Weichheit und Tiefe. Das Lamellensystem reduziert zudem direkte Sonneneinstrahlung und verringert den Bedarf an künstlicher Verschattung.
Light of Tomorrow by VELUX ist ein internationaler Wettbewerb für Studierende von Architekturschulen. Im Jahr 2026 nahmen Hunderte Teams aus verschiedenen Kontinenten teil. Die Jury bewertete die Projekte nach der Qualität des architektonischen Denkens, der Tiefe der Forschung und der Qualität der Präsentation.
Insgesamt bestimmten die Veranstalter acht regionale Gewinner. Gemeinsam stehen sie für unterschiedliche Ansätze zur Nutzung von Tageslicht in der modernen Architektur — von Nachhaltigkeit über Komfort bis hin zur Transformation des urbanen Raums.
Für die Ukraine ist dies nicht die erste internationale Auszeichnung im Bereich Architektur. Zuvor wurde Promprylad Renovation aus Iwano-Frankiwsk mit dem New European Bauhaus Prize ausgezeichnet.