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Fast 3.900 m² FINEO Vakuum-Isolierglas bei Renovierung in Brüssel eingesetzt
Foto: FINEO
Die ehemalige Citroën-Garage in Brüssel, die zum Kulturzentrum Kanal — Centre Pompidou umgebaut wird

Fast 3.900 m² FINEO Vakuum-Isolierglas bei Renovierung in Brüssel eingesetzt

Beim Umbau der ehemaligen Citroën-Garage in Brüssel zum Kulturzentrum Kanal — Centre Pompidou setzte das Projektteam rund 2.280 FINEO Vakuum-Isoliergläser auf einer Fassadenfläche von fast 3.900 m² ein. Dies berichtet FINEO by AGC. Das FINEO Vakuum-Isolierglas wird in Belgien hergestellt.

Der Komplex wurde Anfang der 1930er-Jahre für die belgische Niederlassung von Citroën errichtet. Nach dem Umzug des Unternehmens im Jahr 2014 standen die Gebäude mehrere Jahre leer. 2017 schrieb die Region Brüssel-Hauptstadt einen internationalen Architekturwettbewerb für den Umbau des Komplexes aus. Das Projekt wurde vom Konsortium Atelier Kanal architects entwickelt, dem noAarchitecten aus Belgien, EM2N aus der Schweiz und Sergison Bates architects aus Großbritannien angehören.

Eine der Aufgaben bestand darin, die historischen Stahlfassaden zu modernisieren und gleichzeitig ihr Erscheinungsbild zu erhalten. Die ursprüngliche Einfachverglasung war teilweise beschädigt, hatte ihre Dichtheit verloren und bot nicht die erforderliche Schalldämmung. Die Stahlrahmen aus L- und T-Profilen verfügten über 4 bzw. 5,5 cm tiefe Glasfalze. Herkömmliches Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) ließ sich daher nicht in die vorhandenen Profile einsetzen.

Das Team entschied sich für FINEO 10 Vakuum-Isolierglas mit eisenarmem Clearvision-Glas. Die Gesamtdicke beträgt 9,7 mm, der Ug-Wert liegt bei 0,8 W/(m²·K). Die Konstruktion besitzt keine sichtbare Evakuierungsöffnung und ähnelt daher optisch einer Einfachverglasung. Vor der Auswahl der endgültigen Konfiguration testeten das Projektteam, Fassadenspezialisten und AGC Glass Europe Musteraufbauten mit unterschiedlichen Glasarten und Beschichtungen.

An den Fassaden der ehemaligen Werkstätten montierten die Fachkräfte rund 1.400 FINEO Scheiben auf einer Fläche von etwa 2.200 m². Aufgrund von Verformungen der historischen Stahlkonstruktionen wichen die Diagonalen einzelner Öffnungen um mehr als 3 cm voneinander ab. Die Breite der Scheiben lag zwischen 1.005 und 1.340 mm, die Höhe zwischen 1.250 und 1.300 mm. Nahezu jede Öffnung musste deshalb einzeln vermessen werden.

Für die Fassade des ehemaligen Showrooms wählte das Team einen anderen Ansatz. Die historischen Stahlstützen aus dem Jahr 1934 blieben erhalten, während die horizontalen Fassadenelemente ersetzt wurden. In der neuen Konstruktion kamen das thermisch getrennte Stahlprofilsystem Janisol Arte 66 und FINEO 10 Clearvision zum Einsatz. Auf einer Fläche von rund 1.160 m² wurden etwa 530 Vakuum-Isoliergläser mit Abmessungen von ungefähr 1,05 × 2,10 m montiert. Weitere FINEO Verglasungen erhielten die Fassaden von Annex und Rassembleur.

Nach Berechnungen von Gevelinzicht Ingenieur-Architecten konnten durch die Wiederverwendung der Fassaden der ehemaligen Werkstätten rund 61.000 kg CO₂-Äquivalent vermieden werden. Das Projektteam verzichtete auf einen vollständigen Ersatz dieser Fassaden durch eine neue Vorhangfassade, um den Großteil der historischen Konstruktionen zu erhalten.

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