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Schmalz bringt Exoskelett NEXO Pro zur Entlastung des Rückens auf den Markt
Foto: J. Schmalz GmbH
Exoskelett Schmalz NEXO Pro: Nutzer können das System schnell und ohne Werkzeug individuell einstellen und für den Einsatz vorbereiten

Schmalz bringt Exoskelett NEXO Pro zur Entlastung des Rückens auf den Markt

Die deutsche J. Schmalz GmbH hat das passive Exoskelett NEXO Pro für Arbeiten mit häufigem Beugen des Oberkörpers und Heben von Lasten vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens kann das System die muskuläre Belastung des unteren Rückens um bis zu 30 % reduzieren. Schmalz positioniert das neue Produkt für den Einsatz in der Logistik, Holz- und Metallbearbeitung sowie bei Montagearbeiten.

NEXO Pro funktioniert mechanisch, ohne Akku oder externe Energiequelle. Wenn sich der Nutzer nach vorne beugt, speichern Federn Energie. Beim Aufrichten geben sie diese wieder ab und unterstützen das Anheben des Oberkörpers.

Beim Absenken einer Last verlangsamt der Federmechanismus die Abwärtsbewegung des Oberkörpers. Nach Angaben von Schmalz reduziert das System auf diese Weise die Belastung der Muskulatur. Die Kräfte werden über einen äußeren Rahmen auf die Oberschenkel übertragen, ohne die Wirbelsäule zusätzlich zu komprimieren.

Das Exoskelett unterstützt sowohl Bewegungen als auch längeres Arbeiten in vorgebeugter Haltung. Zu diesen Tätigkeiten gehören die Kommissionierung, das Be- und Entladen von Ausrüstung sowie die Montage großer oder schwerer Bauteile.

Schmalz nennt auch die Holz- und Metallbearbeitung als mögliche Einsatzbereiche. NEXO Pro kann beim Beladen von Werkzeugmaschinen und bei der anschließenden Bearbeitung großformatiger Bauteile eingesetzt werden. Die Konstruktion ist zudem für Arbeiten in beengten Räumen ausgelegt, darunter Laderäume von Fahrzeugen und Container.

Der Nutzer kann Gurte, Unterstützungsstufe und den Zeitpunkt des Einsetzens der Unterstützung ohne Werkzeug einstellen. Mit einem separaten Schalter lässt sich die Unterstützung mit einer einzigen Bewegung ein- und ausschalten. Der Schaltvorgang wird durch ein akustisches Signal bestätigt, sodass der Systemstatus nicht visuell überprüft werden muss.

Schmalz verwendet atmungsaktive, waschbare Materialien. Der Hersteller weist außerdem darauf hin, dass das mechanische System keinen Akku und damit auch keine entsprechende Wartung benötigt.

Bei der Entwicklung stützte sich Schmalz auf Erfahrungen mit dem Einsatz von Exoskeletten in der Logistik sowie in der Holz- und Metallbearbeitung. Nach Angaben des Unternehmens flossen Rückmeldungen aus diesen Arbeitsumgebungen in die Konstruktion des NEXO Pro ein.

NEXO Pro kommt im Segment der passiven Exoskelette zur Rückenunterstützung auf den Markt, in dem bereits Hersteller spezialisierter ergonomischer Ausrüstung tätig sind. Das deutsche Unternehmen Ottobock bietet die Modelle Paexo Back und BackX an. Das niederländische Unternehmen Laevo bietet die Modelle V2.5 und FLEX an. Das Schweizer Unternehmen Auxivo produziert den textilen LiftSuit. Das US-amerikanische Unternehmen HeroWear bietet den Exosuit Apex 2 an.

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